Blauer Kurier Online

Ein Service von Verlag Hopfner

Herzlich willkommen!

Liebe Leserinnen und Leser, Verlagsleiter Wolfgang Hopfner

wir wollen es alle nicht mehr hören, aber doch ist es da, das Unwort unseres Jahres „Corona“ mit all seinen Begleiterscheinungen – leider.
Aber auf der anderen Seite gibt es soviele positive Lösungsansätze der Pandemie wirtschaftlich zu begegnen Unsere Zuversicht heißt „Solidarität und Inspiration“.
Machen wir das Beste daraus – das schaffen wir!

„Zu leben, heißt jeden Tag aufs Neue, die Freiheit des eigenen Geistes, des eigenen „Ichs“ und die Liebe zu den Menschen, die einem wichtig sind, in seinen Herzen zu bewahren.“,

Horst Bulla

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
Ihr Wolfgang Hopfner und das Blauer Kurier Team

Die Ausgaben von Blauer Kurier im Landkreis Fürth erscheinen, 14 tägig im gesamten Umland der Stadt Fürth mit einer Auflage von 57.000 Exemplaren.

Der Blaue Kurier Fürth

 

Der Blaue Kurier City Fürth

 


Die Ausgaben von Blauer Kurier CITY Fürth erscheinen, monatlich unter anderen in Hardhöhe, Sack, Ronhof… mit einer Auflage von 45.000 Exemplaren.

 


Unser Blauer Kurier Service für Sie –

lesen Sie spannende Geschichten und Tipps

 

Erkältungsbad
 

Ruth Hanke

Als wir in unser Haus einzogen, erwischte den Randolf kurz danach eine heftige Grippe. Außer den üblichen Symptomen erkannte man das unschwer daran, dass er noch umtriebiger war als sonst. Männer, habe ich oft gehört, wären von Natur aus wehleidig und würden wegen jeder kleinen Unpässlichkeit die ganze Familie mit anhaltendem Gejammer überziehen. Der Randolf nicht; er legt die übliche Tatkraft, eher noch verstärkt, an den Tag. Auch in diesem Sommer war das so. Eines Nachts dröhnten Hammerschläge durch meinen Traum. Es war 2.37 Uhr. Ich ging die Treppe hinunter. Der Randolf kniete im Schlafanzug auf der unfertigen Terrasse und schlug mit einem Gummihammer Steinfliesen ins Kiesbett. „Geh ins Bett zurück!“, meinte er. „Ich habe hier alles voll im Griff!“
Am nächsten Morgen sprach ich ihn auf seine Krankheit an. Er sei eigentlich gar nicht krank, sagte er. Aber, räumte nach einer Weile ein, er wäre bereit, zur Apotheke zu gehen und sich beraten zu lassen.

heftige GrippeFoto: pixapay

„Ja, bitte?“ lächelte die Apothekerin. „Haben Sie etwas gegen Erkältung?“, fragte der Randolf. „Ja, das hier ist ein sehr wirkungsvolles Destillat zum Inhalieren…“ „Nein“, prostierte der Randolf. „Sowas nehme ich nicht!“ und behauptete: „Davon wird es schlimmer!“
„Oder hier“, sprach die Dame weiter. „Etwas zum Gurgeln für den Rachenraum…“ „Bäh!“, stieß er hervor. „Schmeckt scheußlich! Dieser Geschmack geht nie mehr raus! Ehrlich: an so was glaub ich nicht.“ „Okay“, überlegte sie. „Hier habe ich noch verschiedene Grippemittel …“, sie zählte die Marken auf. „Tabletten!?“, rief der Randolf ungläubig. „Wieso denn Tabletten, nein, ich nehme keine Tabletten, grundsätzlich nicht!“ „Hustensaft“, bot die Apothekerin an und versuchte ein ermutigendes Lächeln. „Der schmeckt ganz prima, wirklich.“
„Oh, Hilfe!!“, schrie er, „Ich hasse dieses Zeug!“ „Und der letzte Versuch: Globuli?“; fragte sie, worauf er den Kopf schüttelte. „Also ehrlich, ich glaub nicht …“ „Sie glauben nicht daran“, ergänzte die Apothekerin lapidar. Nachdem man sich mehrere Sekunden ratlos angeguckt hatte, fragte der Randolf: „Haben Sie auch ein Erkältungsbad?“ „Ja!“, die Dame freute sich, endlich behilflich sein zu können und stellte es vor ihn hin. „Reicht für acht Anwendungen.“ „So viel brauche ich auch wieder nicht“, wehrte er ab. „ Haben Sie davon keine Probe?“
„Doch! Hier: Eine Anwendung.“ „Gut“, meinte er, etwas zögernd. „Das nehme ich dann. Was bin ich schuldig?“ „1,50“, antwortete sie. „Bitte.“ Er zahlte und wir gingen. Daheim gab er den Inhalt der kleinen Flasche in eine Badewanne halbvoll mit warmem Wasser, stieg hinein und wartete auf die Wirkung. Was soll ich sagen? Er wurde wieder gesund. Besonders, wenn man dran glaubt, ist so ein Erkältungsbad nicht zu unterschätzen. Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
www.ruth-hanke.de



Auszeichnung für das Junge Ensemble der Klosterhofspiele (djd).

Zirndorf

LANGENZENN – (mb) „Wir sind sehr stolz auf unsere Jugend“, so die „Alten Hasen“ der Klosterhofspiele Langenzenn. Neben dem Erwachsenentheater und dem Kindertheater macht mittlerweile auch das Jugendtheater von sich reden. Im August haben die Akteure um Theresa Hiemer und Alex Heubeck das für den Herbst geplante Stück abgesagt. „Corona ließ uns keine Wahl, obwohl wir gerne gespielt hätten“, so Hiemer. Dann flatterte eine Mitteilung des Verbandes deutscher Freilichtbühnen (VDF) ins Haus. Wegen der Pandemie kein Jugendcamp in diesem Jahr, dafür eine Ausschreibung: Theatergruppen konnten ein ca. 15minütiges Video einsenden. Gesagt, getan, gewonnen. Nein, so schnell ging‘s dann doch nicht. Erst musste ein Thema gefunden werden. Die Gruppe (6 Spieler und 2 Techniker) einigten sich auf „Peter Pan und Kapitän Hook“ im Rap-Stil. Heubeck lacht: „Von dem Stück waren die Kostüme auf Anhieb greifbar.“

 Auszeichnung für das Junge Ensemble der Klosterhofspiele

Flugs wurden Texte geschrieben und auf Rap getrimmt. An einem Samstag wurden die Rap-Texte eingespielt. „Keiner von uns hatte bisher auf der Bühne gesungen. Aber es lief überraschend gut.“ Am Sonntag dann kamen die Spielszenen an die Reihe. Aus dem Kofferraum eines geschobenen Autos heraus wurde gefilmt. Den Sonntagsspaziergängern blieb die Luft weg als sie Peter Pan samt Tinker Bell und Wendy, sowie Kapitän Hook und zwei wilden Seeräubern auf der grünen Wiese begegneten.
Bis weit nach Mitternacht hatte die Technik mit Schneiden zu tun. Doch das Video wurde pünktlich fertig: Montag war der Abgabetermin. Nun wurde es richtig spannend. Viele gute Einsendungen waren zu bewerten. Die Teilnehmer selbst waren die Jury und durften, außer an die eigene Gruppe, ihre Punkte vergeben.
Eindeutiger Sieger: Das Junge Ensemble der Klosterhofspiele! Sie hatten den VDF Region Süd Jugendcamp Award gewonnen. Doch wie sollten die Spieler nun möglichst schnell zu ihrer Auszeichnung kommen? Kurz entschlossen setzten sich drei Mitspieler ins Auto, düsten los und holten den Award sicher heim nach Langenzenn.
„Wir haben sowas zum ersten Mal gemacht. Es war ein Riesenspaß. Dass wir gewonnen haben macht die Sache natürlich noch schöner. Auf YouTube kann man unseren Clip übrigens immer noch finden“, meint Theresa Hiemer begeistert.
Und wann wird wieder „richtig“ Theater gespielt? „Momentan können wir‘s vergessen. Aber sobald es möglich ist geht’s los. Wir freuen uns schon drauf“, meint Alex Heubeck.
 

 

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US-Präsident Joe Biden wird von einem starken Europa profitieren!

 
Joe Biden wird von einem starken Europa profitieren

Ein Bericht von Tobias Winkler, Europäisches Parlament, Leiter des Verbindungsbüros in München.

Die USA haben mit Joe Biden einen neuen Präsidenten gewählt und in Deutschland und Europa ist eine große Mehrheit erleichtert, dass Donald Trump bald wieder aus dem Weißen Haus ausziehen muss, auch wenn ihm der Abschied sichtlich schwerfällt. Der US-Präsident hat die Beziehungen zur Europäischen Union, wie auch zu anderen langjährigen Partnern und internationalen Organisationen, in den vier Jahren seiner Amtszeit stark strapaziert. Abschottung, Strafzölle, diplomatische Fehltritte und ein rüder Umgangston stießen vor allem östlich des Atlantiks auf Unverständnis. Mit der Vereidigung von Joe Biden zum neuen Präsidenten am 20. Januar 2021 endet die Amtszeit von Donald Trump. Aber welche Auswirkungen wird das auf die Beziehungen der USA zur EU und zu Deutschland haben?
 

Die auffälligste Änderung wird im politischen Stil liegen. Die Kritik an der EU und Deutschland, sich zu sehr auf die USA als Schutzmacht zu verlassen, wird auch künftig nicht verstummen, denn sie ist berechtigt. Die EU muss selbst in der Lage sein, sicherheitspolitisch auf Bedrohungen in der unmittelbaren Nachbarschaft zu reagieren, mit Diplomatie, mit politischen und wirtschaftlichen Sanktionen, zur Not auch mit militärischen Mitteln. Wir müssen eigene Antworten finden, auf die Provokationen Russlands, auf den Bürgerkrieg in Syrien, auf die Konflikte um Berg-Karabach, die Menschenrechtsverletzungen in Belarus oder auf die Entwicklungen in Libyen oder Mali, deren negative Konsequenzen wir an der Zahl der Flüchtlingsboote abzählen können. Auch wirtschaftlich stehen wir vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung und der Umbau zu einer nachhaltigen Produktion bringen tiefgreifende Einschnitte mit sich und sind bereits im Begriff die Weltordnung zu verändern.
Zeitgleich haben die USA selbst zu kämpfen, innenpolitisch gegen eine gesellschaftliche Spaltung sowie die Covid-19-Pandemie und deren Folgen, wirtschafts- und außenpolitisch mit China als erstarkender Weltmacht, die auf dem Weg ist, in absehbarer Zeit die internationale Bühne zu dominieren. Die EU und die USA müssen deshalb ein neues Verhältnis zueinander aufbauen, gegründet auf gemeinsamen Werten, wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Darin unterscheidet sich unsere westliche Wertegemeinschaft von dem Gesellschaftsmodell Chinas und anderer autoritärer Regime. Gemeinsam können wir diese Werte in Zukunftsfragen verteidigen, beim Datenschutz, beim Schutz geistigen Eigentums, bei ethischen Grenzen in der Medizin oder bei der Bewahrung der Schöpfung.
Die EU konnte auch durch die USA stark werden. Jetzt ist es an der Zeit diese Stärke selbstbewusst zu zeigen und an der Seite der USA partnerschaftlich die Zukunft mitzugestalten. Umso länger wir damit warten, desto mehr Entscheidungen werden von anderen getroffen und unser Einfluss darauf wird abnehmen. Ihre Vorgänger versuchten noch die EU zu schwächen und erklärten uns zu Feinden, US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris werden von genau diesem starken Europa profitieren!