Blauer Kurier Online

Ein Service von Verlag Hopfner

Herzlich willkommen!

Liebe Leserinnen und Leser, Verlagsleiter Wolfgang Hopfner

Henry Ford meinte einst: GLÜCK ist, „Das mögen, was man muss, und das dürfen, was man mag“.
Auch diese Ausgabe ist „GLÜCK“ für uns auf vielfältige Weise. Aber lesen Sie selbst!

„Man kann nie zu gut gebildet oder zu gut gekleidet sein.“,

Oskar Wilde


Ihr Team vom Blauer Kurier mit Wolfgang Hopfner

Die Ausgaben von Blauer Kurier im Landkreis Fürth erscheinen, 14 tägig im gesamten Umland der Stadt Fürth mit einer Auflage von 57.000 Exemplaren.

Der Blaue Kurier Fürth

 

Der Blaue Kurier City Fürth

 


Die Ausgaben von Blauer Kurier CITY Fürth erscheinen, monatlich unter anderen in Hardhöhe, Sack, Ronhof… mit einer Auflage von 45.000 Exemplaren.

 


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Hätten Sie es gewußt:
Die Deutsche Brotkultur

Vatertag
Foto: marco aurelio auf pixapay

Mit ca. 3.200 eingetragenen Brotsorten haben Innungsbäcker es geschafft: Die Deutsche Brotkultur wurde durch die nationale UNESCO-Kommission im Jahr 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Das Brotregister als Bestandsaufnahme der deutschen Brotvielfalt
Das deutsche Brotregister ist das erste Archiv seiner Art. Handwerksbäcker, die Mitglied einer Innung sind, können online ihre Brotschöpfungen eintragen. Damit hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks ein wertvolles Instrument geschaffen, um die über Jahrhunderte gewachsene deutsche Brotlandschaft zu bewahren, als Kulturgut zu schützen und die Leistung der deutschen Bäcker gebührend zu würdigen. Das Brotregister drückt die Brotvielfalt erstmalig in konkreten Zahlen aus und liefert dadurch ein solides Fundament zur Anerkennung des deutschen Kulturgutes Brot als immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Bis heute wurden 3.189 Brotspezialitäten registriert (Stand: 30.04.2020).

Deutsche Brotvielfalt als immaterielles Kulturerbe
Ähnlich wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango zählt das deutsche Bäckerhandwerk zur „Vielfalt der lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Können getragen werden“ und erfüllt damit die wichtigste Voraussetzung, um von der UNESCO als Kulturerbe geschützt zu werden. Seit 2003 sind dem entsprechenden Abkommen bereits über 130 Staaten beigetreten. Damit ist es das erste völkerrechtlich verbindliche Instrument zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Der deutsche Beitritt erfolgte am 10. Juli 2013.

Quelle: https://www.baeckerhandwerk.de/baeckerhandwerk/die-deutsche-brotkultur/




Wissn Sie´s vielleichd?

Gsuchd wärd dessmol widder a scheener Ort in unserm Landkreis. Wäier fräiher kassn hat, kanni Ihna ned soong, sunsd wissn Sie´s ja glei. Er iss ka groußer Ort, obber su glaa isser a ned – um die 1300 Leid homm dou ihr Heimad gfundn. Dro verbei fließd die Biberd, mit ihre 42km Läng. Und bis 1986 iss dou aane vo ieber zehn Holdestelln vom „Bibertbärbala“ gween. Unser gsuchder Ort hat vier Denkmäler, aans derfo iss a Staa-greiz, dess mer heid nu sichd.

Olle poor Joahr gitts dou a Hoosn-
ausstellung. Dess iss immer rechd schäi und zäichd vill Leid oh. Die verschiedensdn Hoosn senn derbei, mit underschiedlichsder Herkumfd. Wäi die hassn? Ja, Nohma homm däi ned, däi senn olle nummerierd. Dä Vorsitznde vom Hoosn-Zuchd-Verrein, hat selber um die 60 eigna ba sich derhamm, neber seim Haus – alzo, däi schloofn ned olle bamm Herbert im Gräberla, sondern homm a eichne Wohngemeinschafd. Mer had ja keerd, dass dä Herbert ganz geern ohmds nachn Essn nu draußn bei seine Hoosn hockd, waller dou su schee abscholdn kann… und glaams mers, er had die ruhichsde WG, däis im ganzn Landkreis gitt.

Wissn Sie´s vielleichd?

Doddn, in dä Eichnstrass vo unserm gsuchdn Ort, gäid´s jedn Hoosn goud. jeder wärdd gfidderd, gräichd woss zum drinkn – ohmds woahrscheinli nu a Gudnachdgschichd – und sugor die Fingerneegl werrn gschniedn, wall ba aaner Ausstellung iss des Ausseeng olles! Und wenn dann aaner gwinnd, waller goar su schäi iss, dann profidiert erschd amol der, der nen aufzuung had.
In unserm Foll dä Vursitznde, unser Herbert und scho einiche Joahr sei Enkl Tim. Dä Herbert hat vom Verreinsmasster bis zum Europa-Champion scho olle Tittl kullt und dä Tim iss 2015 mit 10 Joahr scho Eurobamassder woarn. Sugor dä Kai Pflaume woar scho dou, had sein „Bestand“ o-gschaud und in Tim glei in sei Sendung mied gnumma. samt Hoosn.

Und edz senn Sie dro: Welchn Ort suung mier und wer iss unser gsuchder Vursitznder mit Herz?

©Sandra Schmidt, Redaktion Blauer Kurier

 

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TITEL – TORE – EMOTIONEN

Das Fußball-Fest in Europa vom 11. Juni bis 11. Juli 2021

Fußball ist unser Leben. Franziska zog hinter dem Regal einen Filzhut in den Farben Schwarz-Rot-Gold hervor, dazu ein passendes Deutschland-Fähnchen und sah mich mit großen Augen an: „Wozu brauchst du das, Mama?“ Als einer der vielen echten weiblichen Fans des deutschen Fußballs weiß ich, dass die Nationalmannschaft für die EM meine ganze Unterstützung braucht. Jetzt, da es in der Region die Freude über den Aufstieg von Greuther Fürth gibt und sich alle auf die EM freuen, ist der Fußball wieder in aller Munde. Dabei war „unser Spiel“ schon immer ein unerschöpfliches Thema. Mein kleiner Neffe Emil wusste mit drei Jahren schon genau, was ein „Foul“, ein „Aus“, sogar ein „Abseits“ und natürlich ein „Tor“ ist, wie ich abends bei der Sportschau erkennen konnte. Er verstand die Abläufe des Spiels und seine Regeln erstaunlich gut und gab fachkundige Kommentare von sich, die absolut ins Schwarze trafen. Mit fünf Jahren hatte er den Fußball immer dabei. Bei einem Grillfest entdeckte er die viel älteren Jungs, die am Ende des Bolzplatzes Fußball spielten, natürlich sofort und bot sich als Torwart an. Zu meinem Erstaunen ließen sie ihn einfach mitspielen. Er verfolgte das Spiel mit hungrigen Augen. Als der Schuss mit voller Wucht kam, warf sich Emil ihm entgegen, der Ball traf ihn in den Bauch und der Kleine wurde mehr als einen Meter bis zur Torlinie zurückgeschleudert. Noch im Liegen drückte er den Ball an sich wie ein Ertrinkender die rettende Holzplanke.

Ich rannte hin, um zu schauen, ob er verletzt war und hörte ihn murmeln: „Kein Tor! Kein Tor!“ Die älteren Jungs nickten. „Klar, kein Tor, Mann, du hast ihn doch!“ Er war ein bisschen blass um die Nase, als er sich aufrappelte, aber sofort bereit, weiterzuspielen. „Er bleibt bei uns“, meinten sie. Später am Abend verabschiedeten sich die Jungs von Emil mit der Aufforderung, bald wieder zu kommen. In seinen Augen ging ein Licht auf, das darin blieb, bis ihm in dieser Nacht die Augen zufielen. Das, was wir im Fernsehen sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Fundament bildet die echte Begeisterung der vielen Amateure, auch der ganz Kleinen und der ehrenamtlichen Trainer, die sich um sie kümmern. Fußball ist UNSER Spiel. Er bietet die Möglichkeit, echte Siege zu erleben,

 
Fußball-Fest in Europa

 
bittere Niederlagen, Hoffnungen und die Chance, seiner Mannschaft oft ein Leben lang treu zu sein. Auch die nicht mehr so Sportlichen unter uns können sich nahe am Geschehen eines großen Bildschirms wieder jung fühlen. Schließlich haben „wir“ gewonnen, auch wenn wir nur zugeschaut, aber mitgehofft, mitgebangt, mitgesungen haben.
„Fußball ist unser Leben“ heißt es daher logischerweise in einem Fan-Lied.

Autorin: Ruth Hanke